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Basics Fotografie


Tele- und Weitwinkel- (Vorsatz-) Konverter


 

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Tele- und Weitwinkel- (Vorsatz-) Konverter


 
Begriffsbestimmung Konverter



 

(echter) Telekonverter (oft auch Extender genannt, gängige Vergrößerung 1,4x 2x -fach). Weitwinkelkonverter sind eher unüblich...

  • Montage ZWISCHEN(!) Objektiv und Kamerabody
  • Anschluss vorne/hinten via Bajonett (nicht etwa Filtergewinde), d.h. Verwendung ist system-/herstellerspezifisch (...)
  • Ganzes Linsensystem eingebaut (meist 7 Linsen in 2-3 Gruppen)
  • verlängert die Brennweite des Originalobjektivs durch Auszugsverlängerung (Abstand Frontlinse->CCD/Film) und Korrekturoptik um den angegebenen Faktor
  • schluckt Blenden*Faktor an Licht (weil er im Prinzip die Lichtstrahlen aus dem Zentrum des Originalobjektiv-Bildfeldes um den Faktor vergrößert). Also i.d.R. 1-2 Blendenstufen
  • keine Veränderung der Naheinstellgrenze / Unendlicheinstellung
  • wenn die Qualität (Preis ) stimmt, besser als ein Vorsatzkonverter (wenn man mit dem Blendenschlucken kein Problem hat), weil im Prinzip nur das zentrale Bildfeld vergrößert wird und die (oft schon krummen/unscharfen) Randstrahlen des Originalobjektivs "entfallen"
  • keine Vignettierung
  • gute Qualität ist relativ teuer, d.h. Einsatz nur sinnvoll - wenn der Verlust an Lichtstärke (und dadurch oft die Nutzung des Autofokus) verschmerzt werden kann (d.h. i.d.R. dann: keine schnell bewegten Motive!) - wenn es auf geringes Mittschleppgewicht/Platz ankommt (Trecking...) ODER wenn ein Objektiv der erreichten Brennweite unerschwinglich wäre (d.h. bei einem angenommen Preis von EUR 150,- (Fremdherstellerkonverter) bekommt man mit Glück schon ein Einstiegszoom 70-300mm, das normalerweise für Gelegenheitsaufnahmen qualitativ besser arbeitet als so ein günstiger Konverter plus Objektiv. Für ein 100-400mm (oder darüber) dagegen muss man schon wesentlich mehr EUR auf die Ladentheke legen, da macht man sich schon eher Gedanken über einen Konverter...)



 

Vorsatz-Telekonverter (gängige Formatfaktoren: 1,4-1,8x, 2x, 8x... - hier wird man oft auch im Weitwinkelbereich fündig mit Faktor 0,5-0,8x. (*)

  • Montage VOR dem eigentlichen Objektiv
  • Anschluss vorne/hinten normalerweise Filtergewinde (Mnn) oder spezielle Zubehörnorm (Serie 7; herstellerspezifisch)
  • Vorsatzlinse(nsystem), möglichst speziell für eine(!) ganz bestimmte Optik/Brennweite (Cam) berechnet
  • verkürzt/verlängert die Brennweite des Originalobjektivs durch Korrekturoptik um den angegebenen Faktor
  • schluckt KEIN Licht (bringt praktisch aber auch nicht mehr Licht)
  • Televorsatzkonverter vergrößern die Naheinstellgrenze, Weitwinkelkonverter setzen sie herab
  • Qualitativ nicht so gut, da die "Randstrahlen" mit durch die Optiken geschleust werden müssen (bei Tele unproblematischer als bei Weitwinkel) - es sei denn, der Vorsatzkonverter ist ganz speziell auf die Besonderheiten des Originalobjektivs abgestimmt ("gerechnet")
  • Vignettierungsgefahr, insbesondere bei Weitwinkelvorsätzen
  • klobige Bauform (im Gegensatz zum Extender muss dass Bildfeld der Frontlinse des Originalobjektivs abgedeckt werden), dadurch insbesondere bei Kompaktkameras auch Abschattungen des Blitzes möglich
  • gute Qualität ist relativ teuer, die vielfach bei Ebay angebotenen Videokonverter erzeugen flaue, unscharfe, im Randbereich oftmals völlig unbrauchbare Bilder (Beispiele siehe unten)
  • oftmals die EINZIGE Möglichkeit den Brennweitenbereich des Originalobjektivs zu erweitern, aber wenn man gerade bei Digicams den Preis bedenkt, lohnt evtl. die Auswahl einer Kamera mit einem Brennweitenspektrum, das "ab Werk passt", z.B. zahlt man bei einer A60 für dieses Zubehör: Adapter+WW+Tele= 25+110+110 = EUR 245,- "Aufpreis" (für 250,- EUR bekommt man vielleicht als Sonderangebot schon eine komplette Superzoomkamera (z.B. eine 38-340mm Olympus) als Zweitkamera!

(*) Ebenfalls angeboten werden Fischaugenvorsätze - (nur echt mit einem Bildwinkel um die 180 Grad) - manchmal bekommt man aber auch nur eine starke (gewollte) Verzeichnung...)


 
Telekonverter TC-DC52

Diese Tierbilder aus dem Kölner Zoo sind alle mit dem Canon TC-DC52 Televorsatzkonverter (x 2,4) an der Canon A60 gemacht.

 
Vergleichsbilder Weitwinkelvorsatzkonverter

max. Weitwinkel max. Weitwinkel mit Canon WC-DC52 (x 0,7) max. Weitwinkel mit HAMA Video-Konverter (x 0,65)

(Jeweils das linke obere Viertel des Bildes ausgeschnitten und verkleinert. Natürlich ist der Test ein wenig unfair - ein speziell gerechnetes Vorsatzweitwinkelobjektiv mit einem Videokamera-Wende-Vorsatzobjektiv zu vergleichen; das Leben ist halt hart...)

 

 

Also der Tipp:


Wenn man sich schon kein Originalzubehör kauft, sondern z.B. auf Ebay billige Videokonverter zulegt: Besser keinen Weitwinkel-Video-konverter kaufen, der verstärkt gnadenlos die Randunschärfen/Verzerrungen des Originalobjektivs und macht die Bilder m.E. völlig unbrauchbar. Bei Telekonvertern scheint mir das nicht ganz so kritisch zu sein...

Wie man vielleicht sieht (Schärfe, Verzeichnung Ränder, Farbsäume Ränder) ist die Qualität des vorhandenen Video-Vorsatzkonverters für normale Aufnahmen mit der A60 nicht akzeptabel - die Canon-Konverter WC-DC52 und TC-DC52 liefern weit bessere Qualität. Hier noch ein paar abschreckende Beispiele mit dem Videoobjektiv:

Canon A60 "nackt" mit Vorsatzkonverter
Weitwinkel
Tele

29.04.2008